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Leitartikel


DER WIENER PSYCHOANALYTIKER möchte nicht nur bereits international etablierten Psychoanalytikern/Innen, sondern auch noch unbekannten Psychoanalytikern/Innen die Gelegenheit geben einen selbstverfassten, bisher noch nicht publizierten Artikel auf der Titelseite unseres Onlinemagazins zu posten!

Im Forum werden dann dazu alle User Stellung nehmen, Fragen formulieren und kommentieren können. Wir wollen dadurch einen bisher so noch nicht dagewesenen, internationalen Gedankenaustausch zwischen Psychoanalyse-Interessierten ermöglichen.
Aktuelle Textsprache ist Deutsch und/oder Englisch.

Bei Interesse, Ihre Zusendungen bitte an:
leitartikel@derwienerpsychoanalytiker.at


(Werden Personenbezeichnungen aus Gründen der besseren Lesbarkeit lediglich in der männlichen oder weiblichen Form verwendet, so schließt dies das jeweils andere Geschlecht mit ein.)

IM GESPRÄCH MIT

Autor/in: PIA MARIA JOLLIFFE / DWP

(15.03.2017)
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In unserer Interviewreihe "im Gespräch mit" stellen wir kurz die AutorInnen der Leitartikel vor.
Damit wollen wir unseren Usern die Möglichkeit geben, die Leitartikel auch aus einer anderen Perspektive heraus lesen zu können.


Diese Woche freuen wir uns ganz besonders Pia Maria Jolliffe aus Oxford, Großbritannien zu begrüßen:

Sie ist gebürtige Wienerin. Sie hat in Wien das Gymnasium Sacré Coeur besucht und an der Universität Wien den Magister in Japanologie abgeschlossen. Danach ging sie für zwei Jahre nach Genf, wo sie unter anderem für das UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR als Beraterin gearbeitet hat. 2006 ging Pia nach Oxford, wo Sie 2011 im Fach Internationale Entwicklung promoviert hat. Für ihre Doktorarbeit hat Pia insgesamt 12 Monate mit dem Volkstamm der Karen im Hochland von Nordthailand verbracht. Seitdem hat Pia die Karen für ihre post-doc Forschung mehrmals wieder besucht. 2016 erschien ihr Buch „Learning, Migration and Intergenerational Relations. The Karen and the Gift of Education“ im Verlag Palgrave MacMillan.



DWP: Was brachte Sie dazu sich mit der Psychoanalyse zu beschäftigen, beziehungsweise mit Freud und seinen Errungenschaften?

Pia Maria Jolliffe: Meine Arbeit mit den Karen, einem Volksstamm im Hochland von Chiang Mai, in Nordthailand. Je länger ich bei den Karen lebte, umso mehr habe ich mich mit den kulturell wichtigen Symbolen ihrer Kultur beschäftigt.  Schließlich sind diese Symbole auch in meinen eigenen Träumen erschienen. In Chiang Mai habe ich dann auch Ulrike Gogela kennengelernt. Ulrike ist Psychotherapeutin und Jung`sche Analytikerin. Es hat mir geholfen, mit Ulrike über meine Träume zu sprechen.


DWP: Haben Sie sich je einer Psychoanalyse unterzogen?

Pia Maria Jolliffe: Nein.


DWP: Wenn Sie die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Sigmund Freud hätten, was würde wohl zum Thema werden. Gibt es konkrete Fragen?

Pia Maria Jolliffe: Der Glaube an Gott.


DWP: Stoff- oder Ledercouch?

Pia Maria Jolliffe: Stoffcouch, bitte.


DWP: Ganz nach Bruno Bettelheim, der auf die Bedeutung vom Märchen hinwies. Verraten Sie uns Ihr Lieblingsmärchen? Und erkennen Sie Parallelen zur Entwicklung Ihres Lebens?

Pia Maria Jolliffe: Mein Lieblingsmärchen ist Dornröschen. Parallen zur Entwicklung meines Lebens gibt es sehr wohl: ich habe selber lange „geschlafen“, bis ich geistlich erwacht bin und meinen Ehemann William kennengelernt habe.  


DWP: Ich träume…

Pia Maria Jolliffe: ..von Wasserbüffeln und Apfelgärten...


DWP: Was finden Sie an der Psychoanalyse gut bzw. besonders gut und gibt es etwas was Sie an ihr nicht mögen?

Pia Maria Jolliffe: Besonders gut finde ich es, dass die Psychoanalyse sich Themen widemt, die in der Gesellschaft oft mit Scham und Furcht verbunden sind. Das kann eine echte heilende und befreiende Wirkung haben. Was ich weniger mag sind (wohl popularisierte?) Versionen der Psychoanalyse,  wo sich alles scheinbar nur um Sex dreht.

 
DWP: Haben Sie ein Lieblingszitat von Freud?

Pia Maria Jolliffe: Nein.


DWP:  Außer Sigmund Freud, gibt es Psychoanalytiker mit denen Sie sich auch gerne auseinandersetzen? 

Pia Maria Jolliffe: Ja, mit Jung.


Herzlichen Dank für dieses Gespräch, wir freuen uns bereits jetzt Alle auf Ihren Leitartikel!


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