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Leitartikel


DER WIENER PSYCHOANALYTIKER möchte nicht nur bereits international etablierten Psychoanalytikern/Innen, sondern auch noch unbekannten Psychoanalytikern/Innen die Gelegenheit geben einen selbstverfassten, bisher noch nicht publizierten Artikel auf der Titelseite unseres Onlinemagazins zu posten!

Im Forum werden dann dazu alle User Stellung nehmen, Fragen formulieren und kommentieren können. Wir wollen dadurch einen bisher so noch nicht dagewesenen, internationalen Gedankenaustausch zwischen Psychoanalyse-Interessierten ermöglichen.
Aktuelle Textsprache ist Deutsch und/oder Englisch.

Bei Interesse, Ihre Zusendungen bitte an:
leitartikel@derwienerpsychoanalytiker.at


(Werden Personenbezeichnungen aus Gründen der besseren Lesbarkeit lediglich in der männlichen oder weiblichen Form verwendet, so schließt dies das jeweils andere Geschlecht mit ein.)

IM GESPRÄCH MIT

Autor/in: GABRIELLA PAPADIA

(15.02.2017)
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In unserer Interviewreihe "im Gespräch mit" stellen wir kurz die AutorInnen der Leitartikel vor.
Damit wollen wir unseren Lesern die Möglichkeit geben, die Leitartikel auch aus einer anderen Perspektive heraus lesen zu können.
Diese Woche haben wir die große Ehre, dass eine Autorin bereits zum zweiten Mal für uns schreibt.
Daher die Vorstellung ihrerseits heute leicht abgeändert zu der vom ersten Mal.
Gabriella Papadia‘s erstes Interview können Sie, liebe Leser, HIER nachlesen!  
Gabriella Papadia‘s ersten Artikel finden unsere eingeloggten User HIER!  


Wir freuen uns ganz herzlich darüber wieder Gabriella Papadia aus Palermo, Italien begrüßen zu dürfen:

Sie ist eine Kinderpsychologin mit klinischer und evolutionärer Orientierung. Sie erhielt ihren Master-Abschluss an der Universität von Palermo in Klinischer Psychologie mit der Thesis "Nascita pretermine: ansia e stress genitoriale all’interno dei percorsi di sviluppo". Als Junior Psychologin der Italienischen Gesellschaft für Pädiatrische Psychologie angeschlossen und Doktorandin der "International School of Psychotherapy in the Institutional Setting" (SIPSI). Ihre Forschungsgebiete und Interventionen können in der Neuroentwicklung gefunden werden zur Beurteilung von Patienten mit typischer und atypischer Entwicklung (sowohl Erwachsene als auch Kinder), neurologischer Entwicklungsstörungen, spezifische Lernschwierigkeiten, Psychopathologie im Zusammenhang mit Frühgeburten und Risiko der Elternschaft. Gleichzeitig unterstützt sie soziale Eingliederungsprojekte in der Region Palermos zwischen Schulen und Krankenhäusern bewegen.



“Trotz [..] das Programm, welches uns das Lustprinzip aufdrängt, glücklich zu werden, ist nicht zu erfüllen, doch darf man – nein, kann man – die Bemühungen, es irgendwie der Erfüllung näherzubringen, nicht aufgeben. Man kann sehr verschiedene Wege dahin einschlagen, entweder den positiven Inhalt des Zieles, den Lustgewinn, oder den negativen, die Unlustvermeidung voranstellen.“ (S. Freud, Das Unbehagen in der Kultur, 1930)

Ich meine, dass dieses Konzept den Hintergrund für jede Therapie darstellen kann, in Bezug auf die Behandlung: im Guten, wie im Schlechten streben wir immer nach dem Glück und dieses ist gespalten, deswegen noch in Bewegung; die Suche nach dem Glück hat eine tief greifende und intensive Veränderung sowohl für den Patienten als auch für den Therapeuten.
 

„Es macht mir Spaß, Analysen zu machen, und gleichzeitig freue ich mich auf das Ende jeder Analyse. Eine Analyse um der Analyse willen hat für mich keinen Sinn. Ich mache eine Analyse, weil ein Patient sie braucht. Braucht der Patient keine Analyse, mache ich etwas anderes. Bei einer Analyse fragt man: Wie viel, ist einem zu tun erlaubt? Und im Gegensatz dazu ist in meiner Klinik das Motto: Wie wenig braucht getan zu werden?“ (D. W. Winnicott, 1962)

Winnicott gibt der psychoanalytischen Behandlung wieder einen Sinn und gibt ein Beispiel für die klinische Praxis sowie ein therapeutisches Modell. Man sieht, dass der Therapeut versucht kontinuierlichen am Ball zu bleiben, einen Therapeuten der bereit ist, die Ziele der Analyse, die als Basis die Bedürfnisse des Patienten haben, neu zu formulieren und der dann auch bereit ist, sich selbst und die Behandlung wieder zu evaluieren, wenn der Patient nicht von der Therapie profitiert.


„Der Mensch ist kompliziert: der Prozess braucht Zeit, weil die lebenslang aufgebauten Abwehrmechanismen sind nicht leicht zu überwinden.“ (Gabbard, 2015)

Durch diese Worte erklärt der Autor die Komplexität der psychoanalytischen Behandlung. Die Verteidigung des Patienten kann oft eine unüberwindbare Mauer errichten zwischen den zwei Akteuren, aber es ist auch wahr, dass wenn der Therapeut fähig ist zuzuhören, er beginnen kann diese Mauer einzureißen. Es ist schwierig, nicht unmöglich.



Gabriella Papadia è una Psicologa dell’infanzia ad orientamento clinico-evolutivo. Consegue la laurea magistrale presso l’Ateneo Palermitano in Psicologia Clinica dell’Arco di Vita con una tesi sperimentale dal titolo “Nascita pretermine: ansia e stress genitoriale all’interno dei percorsi di sviluppo” e abilitata alla professione di psicologo con iscrizione all’Ordine degli Psicologi della Regione Siciliana. Continua il suo percorso di ricerca sulla nascita prematura entrando a contatto con il Gruppo di Ricerca in Psicologia Pediatrica. Psicologa junior affiliata alla Società Italiana di Psicologia Pediatrica e specializzanda alla “Scuola Internazionale di Psicoterapia nel Setting Istituzionale” (SIPSI). I suoi campi d’interesse per quanto riguarda la ricerca e l’intervento si rintracciano nell’ assessment neuroevolutivo di soggetti con sviluppo tipico e atipico (adulti e bambini), disturbi del neurosviluppo, disturbi specifici dell’apprendimento, psicopatologia correlata alla prematurità, genitorialità a rischio. Contemporaneamente porta avanti progetti di inclusione sociale nel territorio palermitano muovendosi tra scuole e ospedali.
 
“Sebbene il programma di raggiungere la felicità impostoci dal principio di piacere non sia realizzabile, tutta via non ci è lecito rinunciare – anzi, non ne siamo proprio capaci – agli sforzi di portarlo in qualche modo a compimento. A tal fine si possono seguire percorsi molto diversi, dando ad esempio la presenza al contenuto positivo della meta – conseguire il piacere -, oppure a quello negativo: evitare il dispiacere”

Penso che questo concetto possa fare da sfondo ad ogni terapia che si ponga in termini di trattamento: nel bene o nel male siamo proiettati alla ricerca della felicità e ciò contempla, quindi, l’essere comunque in movimento; la ricerca della felicità che mette in moto un cambiamento profondo e intenso sia per il paziente che per il terapeuta.

 
“Mi piace condurre un’analisi e ne attendo sempre la fine: l’analisi per amore dell’analisi non ha significato per me. Faccio un’analisi perché è ciò che il paziente ha bisogno di fare ed è ciò con cui ha bisogno di avere a che fare; se non è analisi ciò di cui ha bisogno, allora applico un altro trattamento. Nell’analisi ci si chiede quanto sarà consentito fare; il motto della mia attività ambulatoriale, invece, è: qual è il minimo che si deve fare?” (D. W. Winnicott, 1962)

Winnicott restituisce il senso del trattamento psicoanalitico e fornisce un esempio di pratica clinica oltre che di modello terapeutico. Vede, cioè, il terapeuta in un continuo mettersi in gioco, un terapeuta pronto a riformulare gli obiettivi della’analisi sulla base dei bisogni del paziente e quindi pronto a rivisitare sè stesso e il trattamento qualora il paziente non dovesse trarre giovamento dalla terapia.


“Gli esseri umani sono complicati; il processo richiede tempo perché le difese costruite nel corso di una vita non si lasciano facilmente smantellare”. (Gabbard, 2015)

Attraverso queste parole l’autore spiega la complessità del trattamento analitico. Le difese dei pazienti spesso possono alzare un muro insormontabile tra i due attori, ma è vero anche che, se il terapeuta le sa accogliere può procedere allo smantellamento delle stesse. E’ difficile non impossibile.



Kontaktinformationen der Autorin:
Gabriella Papadia


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