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Leitartikel


DER WIENER PSYCHOANALYTIKER möchte nicht nur bereits international etablierten Psychoanalytikern/Innen, sondern auch noch unbekannten Psychoanalytikern/Innen die Gelegenheit geben einen selbstverfassten, bisher noch nicht publizierten Artikel auf der Titelseite unseres Onlinemagazins zu posten!

Im Forum werden dann dazu alle User Stellung nehmen, Fragen formulieren und kommentieren können. Wir wollen dadurch einen bisher so noch nicht dagewesenen, internationalen Gedankenaustausch zwischen Psychoanalyse-Interessierten ermöglichen.
Aktuelle Textsprache ist Deutsch und/oder Englisch.

Bei Interesse, Ihre Zusendungen bitte an:
leitartikel@derwienerpsychoanalytiker.at


(Werden Personenbezeichnungen aus Gründen der besseren Lesbarkeit lediglich in der männlichen oder weiblichen Form verwendet, so schließt dies das jeweils andere Geschlecht mit ein.)

"IM GESPRÄCH MIT"

Autor/in: HELMUT LUFT / DWP

(04.04.2018)
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In unserer Interviewreihe "im Gespräch mit" stellen wir kurz die Autoren der Leitartikel vor. Damit wollen wir unseren Usern die Möglichkeit geben, die Leitartikel auch aus einer anderen Perspektive heraus lesen zu können.

Diese Woche freuen wir uns ganz besonders Helmut Luft aus Hofheim, Deutschland zu begrüßen:

Geboren 1924, Dr.med., Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatische Medizin. 1965 bis 1998 Leiter der Fachklinik Hofheim. Lehr- und Kontrollanalytiker der DPV- Deutsche Psychoanalytische Vereinigung. Dozent am SFI (Sigmund Freud Institut). Lehrbeauftragter der Uni Frankfurt. Mitgründer des Mainzer Psychoanalytischen Instituts. Seit über 20 Jahren Forschungsschwerpunkt Psychoanalyse bei Älteren. Zahlreiche Fachpublikationen, Buchveröffentlichungen.

 

DWP: Was brachte Sie zur Psychoanalyse?

Helmut Luft: Der Wunsch, dass es nie wieder Krieg geben soll.


DWP: Wenn Sie die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Sigmund Freud hätten, was würde wohl zum Thema werden? Gibt es konkrete Fragen?

Helmut Luft: Thema: Seine Erkenntnisse auf der reifen Stufe des hohen Alters . Meine Frage wäre vielleicht: wie könnte man den Menschen aus ihrer blinden Selbstdestruktion heraushelfen? – vielleicht.


DWP: Stoff- oder Ledercouch?

Helmut Luft: Stoff ist mütterlich, angenehm., Leder ist väterlich, kühler.


DWP: Bruno Bettelheim hat auf die Bedeutung vom Märchen hingewiesen - verraten Sie uns Ihr Lieblingsmärchen? Und erkennen Sie Parallelen zur Entwicklung Ihres Lebens?

Helmut Luft: „Die Bremer Stadtmusikanten" „  als Beispiel wie sich Ältere nochmal emanzipieren können, etwas Besseres als den Tod finden und eine Rentnergang bilden. Die Musik und ein tragendes Beziehungsnetz sind auch mir im Alter zum Trost geworden.


DWP: Ich träume, …

Helmut Luft: Ich träume gern, führe ein Traumtagebuch und lese dann darin. Ich erfahre dabei viel über mich und meine Lebenssituation – nicht nur Angenehmes.

 
DWP: Was finden Sie an der Psychoanalyse gut bzw. besonders gut und gibt es etwas was Sie an ihr nicht mögen?

Helmut Luft: Ich sehe die Psychoanalyse als einen wesentlichen Schritt in der Evolution zum Menschen. Jeder sollte daran teilhaben können. Ich mag es nicht, wenn man daraus eine esoterische Geheimwissenschaft macht.


DWP: Welchen Herausforderungen mussten Sie sich während Ihrer analytischen Ausbildung stellen?

Helmut Luft: Ich musste neue Wege finden, wie ich die Essentials auf meine Tätigkeit als Klinikarzt anwenden konnte.


DWP: Haben Sie ein Lieblingszitat von Freud?

Helmut Luft: Die Stimme der Vernunft ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat. (sinngemäss)


DWP:  Außer Sigmund Freud, gibt es Psychoanalytiker mit denen Sie sich auch gerne auseinandersetzen?

Helmut Luft: Viele, u.a. Balint, Kernberg, Mitscherlich, Bion, Radebold.


Herzlichen Dank für dieses Gespräch, wir freuen uns bereits jetzt Alle auf Ihren Leitartikel!



Kontaktinformationen des Autors:
Helmut Luft


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