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Leitartikel


DER WIENER PSYCHOANALYTIKER möchte nicht nur bereits international etablierten Psychoanalytikern/Innen, sondern auch noch unbekannten Psychoanalytikern/Innen die Gelegenheit geben einen selbstverfassten, bisher noch nicht publizierten Artikel auf der Titelseite unseres Onlinemagazins zu posten!

Im Forum werden dann dazu alle User Stellung nehmen, Fragen formulieren und kommentieren können. Wir wollen dadurch einen bisher so noch nicht dagewesenen, internationalen Gedankenaustausch zwischen Psychoanalyse-Interessierten ermöglichen.
Aktuelle Textsprache ist Deutsch und/oder Englisch.

Bei Interesse, Ihre Zusendungen bitte an:
leitartikel@derwienerpsychoanalytiker.at


(Werden Personenbezeichnungen aus Gründen der besseren Lesbarkeit lediglich in der männlichen oder weiblichen Form verwendet, so schließt dies das jeweils andere Geschlecht mit ein.)

(25.05.2016)

„Nur wenn die Mutter ihr Baby für einzigartig genug hält und ihm zutraut, ihre bewussten und unbewussten Wünsche zu erfüllen, ist sie in der Lage, ihre eigenen narzisstischen Bedürfnisse nach der Geburt zeitweise zu missachten, denn diese Wünsche sind nun auf das Baby verschoben.“ (Brazelton und Cramer 1991 zit. n. Schleske 2008, 22)

Die Schwangerschaft wie auch die Mutterschaft wurden bis heute wenig bis kaum unter dem Aspekt der inneren Wahrnehmung für die Frau beleuchtet.

Da die Mutter in der Zeit während der Schwangerschaft großen Veränderungen in ihrem körperlichen und psychischen Empfinden unterliegt, ist es von großer Wichtigkeit der Schwangerschaft mehr Augenmerk zu schenken. Aus diesem Grund führte ich im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit eine Studie über Träume von Schwangeren durch. Die Träume der Schwangeren dienen als Hilfsmittel, um zu den unbewussten Konflikten, Wünschen, Ängsten und Bedürfnissen in der Zeit der Schwangerschaft zu gelangen. Im vorliegenden Artikel werde ich nur kurz auf meine durchgeführte Studie eingehen und das Hauptaugenmerk auf die Bedeutung der Schwangerschaft für die Frau setzen.

In dieser sehr bedeutenden Veränderung für die Frau treten Phantasien über das ungeborene Kind auf und werden häufig schnell wieder verdrängt, da sie Angst auslösen. Ebenfalls werden auftretende Wünsche, die in Verbindung mit dem ungeborenen Baby stehen, wieder verdrängt, da diese auch Ängste der Unwissenheit hervorrufen können. In dieser Zeit verschieben sich die Bedürfnisse der Mutter auf das Baby.

So kommt es, dass bei vielen Frauen in der Zeit der Schwangerschaft während des Schlafes vermehrt Träume auftreten. Im Traum zeigen sich die verdrängten Wünsche und Ängste, die im Wachleben unbewusst bleiben. Jörg Baltzer (vgl. 2008, 77), ein deutscher Gynäkologe, schreibt hierzu, dass während der Schwangerschaft vermehrt Alpträume auftreten, die hauptsächlich die Verantwortung der Frau gegenüber dem Partner und dem Kind widerspiegeln. Er ist auch der Meinung, dass jede Schwangerschaft, sei sie auch noch so ersehnt, niemals frei von Konflikten ist; diese Konflikte spiegeln sich im Traum wider. >> weiter





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