Der Begriff des Narzissmus stellt ein sehr vielschichtiges und oft verwirrendes Themengebiet in der Psychoanalyse dar. Wird dieser als Entwicklungsstadium verwendet, versteht man darunter den primären Narzissmus. Diesen beschrieb Freud als einen Zustand indem das Kind sich selbst genügte. (Freud, 1921) Der Säugling hat noch keine Ich Grenzen und erlebt sich mit seiner Umwelt als eins, anders gesagt es gibt noch keine Grenzen zwischen Selbst – und Objektrepräsentanzen. Hier liegt auch der Urzustand des ozeanischen Gefühls von dem Freud sprach. (Freud, 1930) Die Wiederherstellung dessen, ist ein lebenslanges Sehnen und die Entwicklung des Ichs besteht in einer Entfernung vom primären Narzissmus und dadurch wird ein Bestreben erzeugt diesen Urzustand wieder zu erlangen. (Freud, 1914) Eine Sehnsucht nach Aufhebung der Grenzen und nach einer Vereinigung mit dem Gegenüber, stellt einen essentiellen Bestandteil im Leben des Einzelnen dar....