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(15.06.2016)
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Psychotherapien beinhalten immer eine Auseinandersetzung mit einem leidenden Menschen, einem leidenden Subjekt. Darin, wie sie vom Subjekt denken, unterscheiden sich psychotherapeutische Ansätze. Der Autor kontrastiert ein zweckrationales mit einem tragischen Selbstverständnis. Das erste identifiziert er mit der Verhaltenstherapie, das zweite verortet er in der Psychoanalyse, auch wenn diese ein widersprüchliches Subjektverständnis enthält. Im Gegensatz zum zweckrationalen Selbstverständnis, welches das Subjekt über Selbstmächtigkeit und Selbstverfügbarkeit definiert, sieht ein tragisches Selbstverständnis das Subjekt als schwächer an, fasst es aber zugleich weiter. Wo die Verhaltenstherapie den Patienten von seiner Störung abspalten muss, mutet und gesteht das tragische Selbstverständnis dem Patienten zu, in seiner Störung insgeheim auch eine subversive Intention zu verfolgen und auf ansonsten verdrängte Wahrheiten zu reagieren. Der Autor konstatiert ein Verschwinden des tragischen Selbstverständnisses in neueren psychodynamischen Ansätzen und skizziert, wie sich eine Re-Orientierung am tragischen Selbstverständnis u.a. in der Sozialisation von Psychotherapeuten zum Ausdruck bringen könnte.


Das starke Subjekt in der modernen Verhaltenstherapie

In der modernen (Kognitiven) Verhaltenstherapie scheint der Patient als starkes Subjekt gut aufgehoben zu sein. Es ist sein Anspruch auf Selbststeuerbarkeit in rationalen Zielen, Selbstverfügbarkeit und Selbstmächtigkeit, von dem sie ausgeht.

„Menschenbildannahmen: Leitmotiv...ist das Streben nach Selbstbestimmung, Selbstverantwortung, Selbststeuerung." (S.4, Kanfer, Reinecker u. Schmelzer, 1990)
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