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(11.05.2016)
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Durch die Entwicklung der Sexualtheorie, machte Freud einen entscheidenden Beitrag zur Neukonzipierung vom Prozess der Reifung, sowie der Grenzen die die Sphäre der Kindheit von der des Erwachsenen trennt. Ausgehend von Freuds Modell des Reifungsprozesses und die Kombination von Freuds Modell mit seiner eigenen Postmodernistischen Sprachphilosophie entwickelte Lyotard eine neue Perspektive um mit diesen Phänomen umzugehen.


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In seinem Essay „Emma: zwischen Philosophie und Psychoanalyse“ [In „Emma: zwischen Philosophie und Psychoanalyse“ beschäftigt sich Lyotard mit dem Freud Fall Emma. Sie kann ihre Angst vor dem Einkaufen zu einem Vorfall zurückführen wo sie zwölf Jahre alt war und sie in Panic den Laden verließ, als sie zwei Angestellte beobachtete die lachten. Freud konnte dies auf ein früheres traumatisches Ereignis zurückführen, welches Emma selbst verdrängt hatte – als Emma acht Jahre alt war, hatte ein Ladenbesitzer ihre Genitalien durch ihre Kleidung begrapscht]. Lyotard macht eine Unterscheidung zwischen dem Affekt-Satz der Kindheit und der artikulierte Sprache eines Erwachsenen. In seinen eigenen Worten sind diese Sprachspiele, die anthropologisch gesprochen eine reine Affektivität sind, [....] die mit der Kindheit verbunden ist.“ [Ibid., 44].
Der Affekt-Satz der Kindheit verfügt nicht nur nicht über die „Ich“ Instanz, sondern es fehlen auch Empfänger. Somit ist der Affekt-Satz eine Präsenz, die niemanden adressiert, weder als Frage noch als Antwort.
In Folge dessen fehlt dem Affekt-Satz die benötigte Instanz, um am herum zirkulierenden Hausverstand teilnehmen zu können, die den Erwachsenen ermöglicht sich zu artikulieren. Diese Fähigkeit ist notwendig um Sätze miteinander zu verknüpfen.

Dieser Affekt-Satz ist nicht signifikant, weder dazu bestimmt noch hin verwiesen. Neben der "reinen" Kindheit, bringt der Affekt-Satz keine Erwartung mit sich, da eine Erwartung eine Verknüpfung erfordert. Doch trotz der Tatsache, dass er von allen grundlegenden Eigenschaften der Phrasen beraubt wird, besteht Lyotard darauf, dass seine "Präsenz" alleine ausreicht, um diese eine Phrase zu nennen, deswegen also die Forderung/Behauptung, dass es ein konstitutiver Teil der Sprache ist....



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