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(28.2.2017)

„Das Versagen der Diplomatie“ beschäftigt sich auf 279 Seiten in 18 Kapiteln mit den Verbindungen zwischen Psychoanalyse und internationaler Diplomatie. Zu diesem Zweck beginnt Volkan in den Kapiteln 1-4 mit einem Überblick über wesentliche Begriffe und Definitionen, wobei der Beschreibung des Identitätsbegriffes ein besonderer Stellenwert eingeräumt wird. Kapitel 5-11 erklären in der Folge elementare Bestandteile einer Großgruppenidentität: Hier wird die Metapher einer Zeltplane aus sieben Fäden eingeführt, die die Mitglieder einer Gruppe (zum Beispiel einer Ethnizität oder einer Nation) umhüllt. Anhand dieser einzelnen „Fäden“ und anhand von Beispielen aus der internationalen Politik erklärt Volkan nun wesentliche Identitätsaspekte, wie z.B. generationsübergreifend weitergegebene Traumata oder die Bedeutung eines Führers.

In den Kapitels 12-18 werden die Erkenntnisse vertieft und auf ihre praktische Anwendbarkeit auf internationalem diplomatischen Parkett überprüft. Besondere Aufmerksamkeit bekommt dabei das vom CSMHI entworfene „Baum-Modell“ zur Entschärfung ethnischer Konflikte, dessen praktische Anwendbarkeit im Rahmen der inoffiziellen Diplomatie bereits in Estland, Zypern und Palästina erfolgreich erprobt wurde.

Volkans Schreibstil ist insgesamt sehr klar, präzise und für einen klinisch arbeitenden, psychodynamischen Psychotherapeuten gut verständlich. Zwar sind einzelne Sätze und Absätze mitunter recht lang – nach kurzem Einlesen ist der Leser dennoch inhaltlich gefesselt. Hilfreich sind dabei auch die vielen Beispiele aus der internationalen Politik, in denen Inhalte des vergangenen Nachrichtengeschehens noch einmal von einer psychoanalytischen Seite beleuchtet werden....




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