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Wien, 18.07.2018, 07:05   DEUTSCH / ENGLISH




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Kalender

Diese Rubrik kann von Universitäten, psychoanalytischen Vereinen, Verlagen, Auktionshäusern und Museen genützt werden, um auf ihre Psychoanalyse relevantes Programm aufmerksam zu machen. So soll es für unsere internationalen User schneller möglich sein, zu erfahren, wann und wo der nächste Kongress, die nächste Tagung, Versteigerung oder Buchpräsentation stattfindet. 

Falls wir Ihr Interesse wecken konnten, für weitere Informationen bitte Email an: kalender@derwienerpsychoanalytiker.at



Summer School 2018

16.07.2018 - 18.07.2018

öffentlich
Veranstalter: Institute of Psychoanalysis
Veranstaltungsort: Clore Management Building
25 - 27 Torrington Square
WC1E 7JL London
Vereinigte Königreich
>> Webseite

ENGLISCH

The Summer School is a three-day introduction to key concepts in psychoanalysis, offered by the Institute of Psychoanalysis and Birkbeck Institute of Social Research. This event is held over three days and this year takes place from 16 to 18 July at Birkbeck in London.

This event is open to everyone, including current undergraduate and postgraduate students from any discipline or background. You do not need to have any prior knowledge or experience of psychoanalysis.

Seminars and discussions led by practising analysts on topics including…

What is psychoanalysis
Child and adolescent psychoanalysis
Psychoanalysis and culture
Psychoanalysis and storytelling
Hysteria and the body in psychoanalysis
Psychoanalysis in psychiatry
Training as a psychoanalyst
On one of the days, there is also an optional film screening where you will watch the film and enjoy a psychoanalytic discussion afterwards.

Summer School 2018: „Liebe und Hass in Philosophie, Psychoanalyse und Kultur“

16.07.2018 - 20.07.2018

öffentlich
Veranstalter: Studienprogramms Kulturanalyse der Universität Zürich und des Lacan Seminars Zürich
Veranstaltungsort: Universität Zürich
Rämistr. 39
8032 Zürich
Schweiz
>> Webseite
Referenten und Referentinnen:
Maximilian Benz, Zürich; Frauke Berndt, Zürich; Elisabeth Bronfen, Zürich; Michelle Dreiding, Zürich; Felix Ensslin, Stuttgart; Dominik Finkelde, München; Monika Gsell, Zürich; Christian Kläui, Basel; Robert Langnickel, Winterthur; Karl-Josef Pazzini, Berlin / Hamburg; Wolfgang Rother, Basel; Regula Schindler, Zürich; Edith Seifert, Berlin; Christoph Sökler, Stuttgart; Dieter Sträuli, Zürich; Mai Wegener, Fabian Würth, Zürich ;Berlin; Rony Weissberg, Zürich; Peter Widmer, Ennetbaden.

Tagesablauf:
Vortrag jeweils 30 min., anschliessend Diskussion/Kaffepause jeweils 30 min.

Morgens: 3 Vorträge, 09.30 – 12.30
Mittagspause: 12.30 – 14.00
Nachmittags: 2 Vorträge 14.00 – 16.00 Uhr

Zum Thema der Summer School:
Liebe und Hass sind nicht nur zwei grundlegende Affekte; es sind Existenzialien, die prägenden Charakter haben für die menschlichen Subjekte. Sie überfallen uns als Ereignisse und stellen unsere Lebenspläne auf den Kopf. Zugleich werden Liebe und Hass, auch im Wechselverhältnis zueinander, reflektiert in vielfältigen wie historisch wandelbaren Konzeptionen und Konstellationen in Philosophie, Kunst und Kultur. Jedes Subjekt, jede Generation, jede Epoche erlebt die grundlegenden Dimensionen von Liebe und Hass am eigenen Leib und macht sich von neuem an die Aufgabe, diese Erlebnisse auf Begriffe, in Formen oder Figurationen zu bringen. Dabei knüpfen die Subjekte an Traditionen an, produzieren aber auch neue Formen.

Jede Untersuchung der fundamentalen Dimensionen, die mit Liebe und Hass aufgerufen sind, erfordert ein Arbeiten mit Differenzierungen und Komplexitätsreduktionen. In der abendländischen Tradition werden an der Liebe unter anderen folgende Aspekte unterschieden: die Zuneigung, die Leidenschaft, die Lust, die Erotik, die Sexualität, das Begehren, die Ekstase, die romantische Liebe, die freundschaftliche Liebe, die Nächstenliebe, die Menschenliebe, die Elternliebe, die Geschwisterliebe. Ebenso lässt sich am Hass die Ablehnung, die Abstossung, der Groll, die Verwünschung, der Fluch, die Feindschaft, der kalte Hass, der wilde Hass, der blinde Hass, der zerstörerische Hass, der tödliche Hass, der Klassenhass, der Rassenhass, der Völkerhass differenzieren. Gemeinsam ist all diesen komplexen Phänomenen von Liebe wie von Hass eine Bindung, die zwischenmenschliche Beziehungen konstituiert oder auflöst. Darüber hinaus können die Übergänge fliessend verlaufen, wie das Phänomen der Hassliebe zeigt. In modernen wie postmodernen Lebensformen stehen vielfältige, teils konkurrierende Liebes- und Hasskonzeptionen oft unvereinbar neben- und gegeneinander, oftmals ohne dass die betroffenen Subjekte diese Konzepte benennen könnten und ohne dass sie sich deren Wirkmächtigkeit bewusst sind.

Aus der Perspektive der Psychoanalyse spielen Liebe und Hass zunächst als Vorgänge im analytischen Setting eine tragende Rolle. Liebe betritt hier den Schauplatz als Übertragungsliebe, die der Analysand auf den Analytiker richtet. Unter ihrem Eindruck stellt er bereitwillig Material bereit und gewährt Einblick in seine intimsten Wünsche und in Erinnerungen. Die sogenannte negative Übertragung kann als eine Form von Hass verstanden werden, die den Assoziations- und Erinnerungsfluss zum Versiegen bringt. Unangenehmes Schweigen breitet sich aus; Wiederstand beherrscht die Szene. Insofern der Analytiker beide Formen zu deuten versteht, arbeitet er mit Liebe und Hass und arbeitet sich zugleich an ihnen ab. Er hilft dem Analysanden zu verstehen, warum und was er liebt und hasst. In der Klinik der Psychoanalyse kann eine leidenschaftliche Liebesbeziehung jäh in Hass umschlagen, wenn die imaginäre spiegelbildliche Relation Risse erhält. Sind Überschätzung und Abwertung des Liebesobjekts nur zwei Seiten einer Medaille, kennt die (lacansche) Psychoanalyse drei Positionen hinsichtlich Liebe und Hass: Liebenswert, hassenswert sowie liebens- und hassenswert zugleich. Lieben impliziert, so Freud, ein Geliebt-werden-Wollen. Diese narzisstische Struktur, welcher jeder personalen Liebe zugrunde liegt, wird mitunter nicht transformiert und zeigt sich dann im Symptom als Narzissmus. Ausgehend von diesem analytischen Setting und der klinischen Erfahrung entwirft die Psychoanalyse eine Theorie des Subjekts und der Kultur und sieht diese am Leitfaden der Denkfiguren von Eros und Thanatos aufgespannt zwischen Narzissmus und Objektliebe, zwischen Aggressivität, Destruktivität und Produktivität.

In der Sommerschule wird das weite Feld von Liebe und Hass in Philosophie, Psychoanalyse und Kultur anhand von Einzel- oder Übersichtsanalysen sowie allgemeinen Betrachtungen kartographiert. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler halten Vorträge, leiten Workshops und unterrichten Lektüreseminare. In einem zweiten, praxisorientierten Teil werden die Phänomene aus der Sicht der psychoanalytischen Klinik, der medien- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven sowie seitens der Geschlechterforschung hinterfragt.

Die Sommerschule will gerade in ihrer interdisziplinären Ausrichtung zeigen, dass eine Grundlagenreflexion in den Geistes- und Kulturwissenschaften stets darauf angewiesen ist, Erkenntnisse im Gespräch und in der Auseinandersetzung mit anderen Disziplinen zu generieren. In ihrem methodischen Vorgehen schliesst die Sommerschule damit an das Projekt des Zentrums für Kunst und Kulturtheorie (ZKK) und an Arbeiten der Kuratoriumsmitglieder des interdisziplinären Studienprogramms Kulturanalyse der Universität Zürich an. Neben der aktiven Beteiligung von Doktorierenden und Post-Doktorierenden der Kulturanalyse, der Philosophie, der Psychologie, der Religionswissenschaft, der Theologie und der Gender Studies wird die Summerschool vom Lacan Seminar Zürich mitorganisiert. Diese Zusammenarbeit stärkt die Vernetzung von Forschenden und Praktikern im Raum Zürich.

Lacan/Foucault: Author, Subject, Vitalism/Materialism

22.07.2018 10:00

öffentlich
Veranstalter: Freud Museum London
Veranstaltungsort: Freud Museum London
20 Maresfield Gardens
NW3 5SX London
Vereinigte Königreich
>> Webseite

ENGLISCH

Lacan held Foucault’s works in high esteem.
He repeatedly refers to and comments on them in his seminars, urging his audience to read them. Conversely, throughout his oeuvre, Foucault paid considerable attention to psychoanalysis. Although these exchanges are far from devoid of mutual criticism, they also witness to a profound awareness that psychoanalysis is not merely an ‘anti-philosophy’ but an innovative praxis, and that philosophy can only be renewed in dialogue with it.

In this one-day intensive course we will compare and contrast Lacan’s and Foucault’s respective stances on subjectivity. We will focus on their apparently convergent but also, on close inspection, fundamentally different critiques of the classical notion of the subject.

First, we will address Foucault’s notion of the subject as unveiled in his discussion of authorship – as elaborated in his 1969 seminal essay “What Is an Author?”. We will pay particular attention to the far from insignificant fact that, in this context, Foucault regards Freud as a “founder of discursivity”. Second, we will dwell on Lacan’s comments on the Foucauldian notion of the author (made in Seminar XVI); we will also see how the Foucauldian notion of the author overlaps with the Lacanian subject of the unconscious. Third, we will oppose Lacan’s and Foucault’s conclusions on the ontological status of the subject.

On the one hand, for Foucault’s vitalist presuppositions determining “who is speaking” in the end no longer makes any difference. On the other hand, for Lacan what materialistically matters in the human form of life, or speaking being, as highlighted by psychoanalysis is absolute difference. We will conclude by examining how this absolute difference amounts to the inextricability of subject and structure.

This one-day course will be followed later in the year by a one-day course on Lacan’s, Foucault’s, and Deleuze’s treatment of aesthetics with specific regard to the gaze and the baroque (30th September).

Psychologie im Nationalsozialismus

27.07.2018 09:00 - 28.07.2018 18:00

öffentlich
Veranstalter: SFU - Sigmund Freud Privatuniversität Berlin
Veranstaltungsort: Sigmund Freud Privatuniversität Berlin
Campus Tempelhof
12101 Berlin
Deutschland
>> Webseite

Psychologie im Nationalsozialismus. Aktuelle Perspektiven und Probleme der Psychologiegeschichte.
Öffentliche und frei zugängliche Konferenz am 27. & 28. 7. 2018 an der SFU Berlin

Erst etwa 40 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begannen Psychologinnen und Psychologen, sich systematisch mit der Entwicklung ihres Faches in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander zu setzen. Das bis dato umfangreichste Werk zur Thematik, Ulfried Geuter Professionalisierung der Psychologie im Nationalsozialismus, stellte den Aufstieg der Wehrmachtspsychologie in den Vordergrund, aus der die Etablierung eines eigenen psychologischen Berufsbildes und die daraus hervorgehende Einrichtung eines Diplomstudiums für Psychologie im Jahr 1941 hervorging. Aber auch jenseits des Militärs konnten Psychologinnen und Psychologen während des Nationalsozialismus neue Praxisfelder erschließen: am 1936 in Berlin eingerichteten Deutschen Institut für psychologische Forschung und Psychotherapie wurden erstmals „Klinische Psychologen“ ausgebildet, während in der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt eine wachsende Anzahl von Psychologinnen zur Begutachtung in der Fürsorge eingesetzt wurden. Als unter der Parole des „totalen Krieges“ immer mehr Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten in der Rüstungsindustrie eingesetzt wurden, entwickelten Psychologinnen und Psychologen eigene Test- und Anlernverfahren, um die „Fremdarbeiter“ möglichst schnell in die Kriegsproduktion einzuschleusen.

Viele Forscherinnen und Praktiker aus dem Bereich der Psychologie und Psychoanalyse wurden aus politischen oder rassistischen Gründen in die Emigration gezwungen, verfolgt, inhaftiert und ermordet. Etwa ein Drittel aller psychologischen Lehrstühle waren nach 1933 vakant. Andererseits sahen diejenigen, die bereit waren, sich mit den neuen Verhältnissen zu arrangieren, neue Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen. Viele von ihnen begrüßten den neuen „Aufbruch“ überschwenglich in der Öffentlichkeit, und auch die Deutsche Gesellschaft für Psychologie machte durch den freiwilligen Ausschluss ihrer jüdischen Mitglieder und dem Austausch ihres Vorstandes ihre Bereitschaft zum vorauseilenden Gehorsam deutlich erkennbar.

Auch nach der ersten Welle der historischen Aufarbeitung in den 1980er Jahren sind sind bis heute regelmäßg Publikationen zur Thematik erschienen, die neue Aspekte des Verhältnisses der Psychologie zu Krieg und Faschismus beleuchten. Im Rahmen desseit März 2016 laufenden Forschungsprojekts zur Geschichte der Psychologie in der „Ostmark“ veranstaltet die Sigmund Freud Privatuniversität Berlin am 27. und 28. Juli 2018 eine öffentliche und frei zugängliche Konferenz zu aktuellen Perspektiven und Problemen der Psychologie im Nationalsozialismus mit eingeladenen Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Psychologie- und Psychotherapiegeschichte.

Stress: External Threat or Internal Conflict?

29.07.2018 14:30

öffentlich
Veranstalter: Freud Museum London
Veranstaltungsort: Freud Museum London
20 Maresfield Gardens
NW3 5SX London
Vereinigte Königreich
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ENGLISCH

This short introductory workshop will briefly look at some of the causes of stress.
It will also examine how Freudian defence mechanisms protect the ego from experiencing anxiety and suggest some practical ways of reducing stress.

Stress is usually defined as the inability to cope with a perceived threat (real or imagined) to one’s mental, physical and emotional well-being, which results in a series of physiological responses. Approximately 85% of adults in the UK report regularly feeling stressed, with over half stating that they are worried about the effect stress is having on their health.

In this one-hour workshop, we will consider both external and internal causes of stress and anxiety. Sigmund Freud believed that when conflict between the id, ego and superego leads to anxiety, a range of unconscious defence mechanisms may be employed by the ego to help to deal with this conflict. However, it was actually Anna Freud, in her 1936 book “The Ego and the Mechanisms of Defence”, who described in detail the ego defences which had been previously outlined by her father.

We will conclude by looking at recent evidence and sharing ideas about the best ways of reducing stress.



Sigmund Freud Museum SFU Belvedere 21er haus stuhleck kunsthalle
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