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Wien, 18.12.2017, 19:19   DEUTSCH / ENGLISH




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Kalender

Diese Rubrik kann von Universitäten, psychoanalytischen Vereinen, Verlagen, Auktionshäusern und Museen genützt werden, um auf ihre Psychoanalyse relevantes Programm aufmerksam zu machen. So soll es für unsere internationalen User schneller möglich sein, zu erfahren, wann und wo der nächste Kongress, die nächste Tagung, Versteigerung oder Buchpräsentation stattfindet. 

Falls wir Ihr Interesse wecken konnten, für weitere Informationen bitte Email an: kalender@derwienerpsychoanalytiker.at



Filmreihe am PaIB: “Ich möchte verstehen” – Gedanken zu Hannah Arendts Lebensweg und Lebenswerk anhand von filmischen Ausschnitten

12.01.2018 20:00

öffentlich
Veranstalter: PaIB - Psychoanalytisches Institut Berlin e.V.
Veranstaltungsort: IfP - Raum 1
Goerzallee 5
12207 Berlin
Deutschland
>> Webseite

Filmreihe am PaIB: “Ich möchte verstehen” – Gedanken zu Hannah Arendts Lebensweg und Lebenswerk anhand von filmischen Ausschnitten
 
Dipl.-Psych. Louise Schmidt-Honsberg, Berlin

„Assoziationen von Hitler“: Reinigungsarbeiten in der Psychotherapie

16.01.2018 19:00

öffentlich
Veranstalter: SFU - Sigmund Freud Privatuniversität Berlin
Veranstaltungsort: SFU - Sigmund Freud Privatuniversität Berlin
Columbiadamm 10, Turm 9
12101 Berlin
Deutschland
>> Webseite
Die psychotherapeutische Praxis ist heute eine Domäne der klinischen Psychologie und wird besonders von verhaltenstherapeutische Ansätzen dominiert. Prägend für die sich in den 1970er Jahren formierende klinische Psychologie war das Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München. Denn hier waren ab den 1960er Jahren nicht nur viele Personen tätig, die wenig später zentrale psychologische Lehrstühle besetzen sollten. Sondern von hier aus wurde auch die Verhaltenstherapie im deutschsprachigen Raum verbreitet und institutionalisiert. In meinem Vortrag werde ich mich mit der institutionsgeschichtlichen Dynamik am Max Planck Institut für Psychiatrie in den 1960er und 1970er Jahren beschäftigen, indem ich mich auf einen Konflikt zwischen zwei bedeutsamen Akteuren der Wissenschaften von der Psyche konzentriere: Einerseits Johannes C. Brengelmann (1920–1999), der 1963/64 zum Direktor und Leiter der psychologischen Abteilung berufen wurde und 1986 am Institut die Gesellschaft zur Förderung der Verhaltenstherapie (GVT) gründete; andererseits Paul Matussek (1919-2003), der sich an Psychoanalyse und teilweise an philosophischer Anthropologie und kritischer Theorie orientierte und von 1965 bis 1984 Direktor der Forschungsstelle für Psychopathologie und Psychotherapie war, die am Münchner Institut angesiedelt und zugleich ausgegliedert war. Beim Nachzeichnen institutioneller Grenzziehungen werde ich betonen, dass die Hauptkonflikte zwischen beiden Parteien auf zwei Ebenen stattfanden: Erstens in expliziten Bezug auf den Zugriff auf das Psychische: Gerade die Entgegensetzung zwischen den selbsterklärten naturwissenschaftlichen Methoden der Verhaltenstherapie auf der einen Seite und der psychoanalytischen Theoriepraxis auf der anderen Seite erwies sich als Konfliktlinie. Die zweite, implizitere Ebene stellte der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit dar, die von Ambivalenzen geprägt war. Während am Institut durchaus einige personelle wie konzeptuelle Kontinuitäten bestanden, beschäftigte sich Matussek zunehmend (und durchaus assoziativ) mit den Effekten der Konzentrationslagerhaft oder der Psyche Hitlers. Diese zunehmenden Ausschlussbewegungen werde ich im Sinne einer Latourschen Reinigungsarbeit behandeln, die die sich dort herausbildende Verhaltenstherapie zunächst vom vermeintlich theoretisch wie ideologischen Ballast zu reinigen schien.

Lisa Malich hat Psychologie an der Freien Universität Berlin und an der Indiana University in Bloomington studiert und befindet sich seit 2011 in der Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin. Von 2009 bis 2011 war sie Stipendiatin des Graduiertenkollegs ‚Geschlecht als Wissenskategorie’ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2012 bis 2015 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medizingeschichte der Charité Berlin. In ihrer 2015 abgeschlossenen Dissertation beschäftigte sie sich mit Konzeptionen von Emotionalität in der Schwangerschaft. Seit 2016 ist sie Juniorprofessorin für die Wissensgeschichte der Psychologie und Psychotherapie an der Universität zu Lübeck. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschlechterstudien, Reproduktion, Psychologiegeschichte sowie Wissens- und Wissenschaftsforschung.

Postödipale Subjekte und ihr Geschlecht. Vortrag und Diskussion mit Tove Soiland.

19.01.2018 20:00

öffentlich
Veranstalter: krIPU BERLIN
Veranstaltungsort: International Psychoanalytic University
Hörsaal 1, (Haus 2), 3.Etage
Stromstraße 2
10555 Berlin
Deutschland
>> Webseite
Liebe Freundinnen und Freunde der krIPU,

es geht weiter mit unserer Veranstaltungsreihe „Kritik der Kritik“, mit einem Vortrag von Dr. Tove Soiland:

Postödipale Subjekte und ihr Geschlecht

Jacques Lacan hat mit seiner These eines Wandels in den Über-Ich-Strukturen, wie er sie in seinen Seminaren Ende der 1960er formulierte, einen wichtigen Beitrag zu einer Gegenwartsdiagnose spätkapitalistischer Gesellschaften geleistet. Unter dem Stichwort „postödipale Subjektivierung“ werden seine Thesen heute von der Schule von Ljubljana weitergeführt, um die Fallstricke jener Liberalisierung, die die Proteste der 68er Generation massgeblich mitangestossen haben, zu verstehen.
Vor diesem Hintergrund geht der Vortrag der Frage nach, ob dem Auftauchen multipler geschlechtlicher Positionen, wie sie heute im Zuge des Cultural turn als Unterwanderung der traditionellen Geschlechterordnung hochgehalten werden, tatsächlich ein subversives Potential zukommt, oder ob diese nicht vielmehr Ausdruck einer neuartigen „Biopolitik des Genießens“ sind, die, weit davon entfernt, befreite Subjekt hervorzubringen, diese einer neuartigen Form von Herrschaft unterwerfen.

Tove Soiland, studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik in Zürich. Sie hat derzeit die Klara-Marie-Faßbinder-Gastprofessur in Ludwigshafen inne und ist Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten.
2008 promovierte sie an der Universität Zürich zu »Luce Irigarays Denken der sexuellen Differenz. Eine dritte Position im Streit zwischen Lacan und den Historisten«. 2009 schrieb sie für das Stadttheater Bern die szenische Lesung »Nehmen Sie Ihr Gender selbst in die Hand, Madam!«. 2003 initiierte sie den »Gender-Streit«, eine Kontroverse um die theoretischen Grundlagen des Gender-Begriffs. Für das Historisch-kritische Wörterbuchs des Marximus (8/1) verfasste sie 2013 den Eintrag »Lacanismus«.

Zur aktuellen psychoanalytischen Diskussion um (Homo-)Sexualitäten. Vortrag und Diskussion mit Tjark Kunstreich.

27.01.2018 20:00

öffentlich
Veranstalter: krIPU BERLIN
Veranstaltungsort: International Psychoanalytic University
Hörsaal 1,(Haus 2), 3.Etage
Stromstraße 2
10555 Berlin
Deutschland
>> Webseite
Liebe Freundinnen und Freunde der krIPU,

der erste Teil der Veranstaltungsreihe „Kritik der Kritik“ schließt mit einer Lesung von Patsy l’Amour laLove:

„Man kann die normative Bevorzugung der Heterosexuellen in dieser Gesellschaft, die die Normalen erst zu solchen werden lässt, zwar verleugnen. Sie bleibt dennoch bestehen. Eine solche, zwangsweise missglückende Normalisierung der eigenen Person, wie sie in der Behauptung, so normal wie alle anderen zu sein, versucht wird, muss letztlich als Unterwerfungsgeste verstanden werden: Das Gefühl, normal zu sein, ist nur zu dem Preis zu haben, sich den gängigen Vorstellungen von Normalität anzupassen. Die Homosexualität, um deren Akzeptanz doch eigentlich geworben werden soll, soll möglichst weit in Richtung ihrer Unkenntlichkeit verblassen. Eine solche Rechnung aber geht nicht auf.“

Die Referentin wird ihre bisher einzige Lesung zu diesem Thema in Berlin darbieten mit einigen Einsprengseln zur Aktualisierung und Erläuterung ihres im September 2016 erschienen Sammelbandes „Selbsthass & Emanzipation. Das Andere in der heterosexuellen Normalität.“ Im Mittelpunkt werden auf Emanzipation angelegte Bemühungen stehen, die nicht selten Unterwerfungen sind, statt einer selbstbewussten Entgegnung.

Die Polit-Tunte Patsy l‘Amour laLove schreibt ihre Dissertation zur Schwulenbewegung der 1970er Jahre in Westdeutschland und organisiert zahlreiche kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen, bspw. „Polymorphia – die TrümmerTuntenNacht“ im Neuköllner SchwuZ. Am 01. März erscheint der von ihr herausgegebene Sammelband „Beißreflexe. Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten“ im Querverlag.
Webseite: www.patsy-love.de

Lesung mit Patsy l’Amour laLove.

01.02.2018 20:00

öffentlich
Veranstalter: krIPU BERLIN
Veranstaltungsort: International Psychoanalytic University
Hörsaal 1, (Haus 2), 3. Etage
Stromstraße 2
10555 Berlin
Deutschland
>> Webseite
Liebe Freundinnen und Freunde der krIPU,

der erste Teil der Veranstaltungsreihe „Kritik der Kritik“ schließt mit einer Lesung von Patsy l’Amour laLove:

„Man kann die normative Bevorzugung der Heterosexuellen in dieser Gesellschaft, die die Normalen erst zu solchen werden lässt, zwar verleugnen. Sie bleibt dennoch bestehen. Eine solche, zwangsweise missglückende Normalisierung der eigenen Person, wie sie in der Behauptung, so normal wie alle anderen zu sein, versucht wird, muss letztlich als Unterwerfungsgeste verstanden werden: Das Gefühl, normal zu sein, ist nur zu dem Preis zu haben, sich den gängigen Vorstellungen von Normalität anzupassen. Die Homosexualität, um deren Akzeptanz doch eigentlich geworben werden soll, soll möglichst weit in Richtung ihrer Unkenntlichkeit verblassen. Eine solche Rechnung aber geht nicht auf.“

Die Referentin wird ihre bisher einzige Lesung zu diesem Thema in Berlin darbieten mit einigen Einsprengseln zur Aktualisierung und Erläuterung ihres im September 2016 erschienen Sammelbandes „Selbsthass & Emanzipation. Das Andere in der heterosexuellen Normalität.“ Im Mittelpunkt werden auf Emanzipation angelegte Bemühungen stehen, die nicht selten Unterwerfungen sind, statt einer selbstbewussten Entgegnung.

Die Polit-Tunte Patsy l‘Amour laLove schreibt ihre Dissertation zur Schwulenbewegung der 1970er Jahre in Westdeutschland und organisiert zahlreiche kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen, bspw. „Polymorphia – die TrümmerTuntenNacht“ im Neuköllner SchwuZ. Am 01. März erscheint der von ihr herausgegebene Sammelband „Beißreflexe. Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten“ im Querverlag.
Webseite: patsy-love.de

23. Rittmeister-Gedächnisvorlesung: Erinnern oder Vergessen - Rhythmen und Rahmen des Gedächtnisses

09.02.2018 19:00

öffentlich
Veranstalter: PaIB - Psychoanalytisches Institut Berlin e.V.
Veranstaltungsort: Raum 1
Goerzallee 5
12207 Berlin
Deutschland
>> Webseite
Frau Prof. Assmann gestaltet seit vielen Jahren durch ihre Forschungen und aktuellen Beiträge den aktuellen Diskussionsstand der Bundesrepublik  bezüglich der deutschen Geschichte entscheidend mit. Die Anglistin, Ägyptologin, Literatur-und Kulturwissenschaftlerin verbindet dabei  ihre Forschungen zur Kultur und Geschichte des Gedächtnisses mit aktuellen  Problemlagen.

Ihre jüngsten Publikationen dazu sind: Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur. Eine Intervention, 2013 und: Formen des Vergessens, 2016.

Zum Vortrag:

Der Begriff ‚Erinnerungskultur’ hat sich seit den 1990er Jahren in wissenschaftlichen Diskursen, in den Medien und in der Alltagssprache immer mehr durchgesetzt. Dabei handelt es sich um eine neue Wortschöpfung. Neu ist in diesem Fall aber nicht nur das Wort, sondern auch die Sache selbst. Warum gab es nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs keine ‚Erinnerungskultur’? Warum dauerte es mehr als vier Jahrzehnte, bis die Erinnerung an individuelle jüdische Opfer des Holocaust in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist? Der Vortrag fragt grundsätzlicher nach den Rhythmen und Rahmen, die den Wechsel zwischen Vergessen und Erinnern bestimmen. Dabei werden Beispiele diskutiert, die diese Dynamik auf einer persönlichen, auf einer gesellschaftlichen und auf einer staatlichen Ebene veranschaulichen.

Neid. Zwischen Sehnsucht und Zerstörung

16.02.2018 20:00

öffentlich
Veranstalter: PaIB - Psychoanalytisches Institut Berlin e.V.
Veranstaltungsort: IfP - Raum 1
Goerzallee 5
12207 Berlin
Deutschland
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Neid. Zwischen Sehnsucht und Zerstörung

Dipl.-Psych. Eckehard Pioch & Dipl.-Psych. Sylvia Schulze, Berlin

31. Symposion „Zur Geschichte der Psychoanalyse“

02.03.2018 - 04.03.2018

öffentlich
Veranstaltungsort: Berliner Medizinhistorisches Museum, Campus Charitè Mitte
Virchowweg 16
10117 Berlin
Deutschland
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Das Symposion zur Geschichte der Psychoanalyse findet jährlich im Februar/Anfang März statt. Gegründet 1987 in Kassel von Helmut Junker und Gerhard Wittenberger, wurde es ab 1996 von Gerhard Fichtner und Albrecht Hirschmüller am Institut für Geschichte der Medizin in Tübingen fortgeführt. Als die beiden Tübinger Organisatoren 2010 ihre Funktion aufgeben mussten, wurde das Symposion nach Berlin verlegt, wo es von Michael Schröter (Berlin) und Thomas Aichhorn (Wien) unter Trägerschaft des INSTITUTS FÜR GESCHICHTE DER MEDIZIN an der Charité (Direktor: Volker Hess) organisiert wird. Tagungsort ist die Hörsaalruine des BERLINER MEDIZINHISTORISCHEN MUSEUMS. Ab 2011 zeichnet LUZIFER-AMOR formell als Mit-Veranstalter.

In seiner langjährigen Geschichte hat sich das Symposion zum zentralen Forum der psychoanalysehistorischen Szene im deutschsprachigen Bereich herausgebildet. Das Programm wird nicht "gemacht", sondern repräsentiert laufende Arbeitprojekte im Feld, soweit sie zum Vortrag angeboten werden. Die Mehrzahl der Referenten sind nicht-akademische Forscher, die gleichwohl akademisches Niveau anstreben. Auch akademische Autoren aus verschiedenen Fakultäten, vor allem jüngere, nutzen das Symposion zur Vorstellung einschlägiger Arbeiten.

Obwohl die Teilnehmerzahl auf über 120 angewachsen ist, hat die Veranstaltung ihren Charakter als Arbeitstreffen behalten. Für den Ablauf hat sich das Schema bewährt, dass am Freitagnachmittag zwei, am Samstag zweimal drei und am Sonntagvormittag zwei Vorträge angeboten werden. Es wird Wert darauf gelegt, dass nach den halbstündigen Vorträgen nochmals je eine halbe Stunde Zeit für die Diskussion bleibt. Das Symposion wird durch eine organisatorische Sitzung beschlossen, in der sein basisdemokratischer Charakter zur Geltung kommt. Ein Buffet am Freitagabend ist fester Bestandteil des Programms. Auch am Samstagabend wird die Möglichkeit für ein geselliges Zusammensein geboten. Passende Randveranstaltungen, zum Beispiel "Mitteilungen aus dem Archiv zur Geschichte der Psychoanalyse", werden nach Angebot ins Programm aufgenommen.

Aus Anlass des 20. Symposions 2007 hat Gerhard Fichtner die Programme der bisherigen Symposien zusammengestellt. Seine Dokumentation, ergänzt um die Symposien 21 und 22, ist von dieser Seite aus zugänglich. Ab dem 23. Symposion wird eine neue, fortlaufende Dokumentation vorgelegt. Außerdem können auf dieser Seite der Call for Papers und das Programm (mit Anmeldeformular) des jeweils bevorstehenden Symposions abgerufen werden.

In der Plenarversammlung des 25. Symposions wurde beschlossen, dass sich das Symposion zum Gedenken an Gerhard Fichtner, der am 4. Januar 2012 verstorben ist (siehe den Nachruf in LUZIFER-AMOR, Heft 49), an der Einrichtung eines Gerhard-Fichtner-Stipendiums für Forschungen zur Geschichte der Psychoanalyse beteiligt, das auf Anregung von Ludger M. Hermanns, dem Vorsitzenden des Vereins Archiv zur Geschichte der Psychoanalyse, ins Leben gerufen wurde.
Kontakt:

Michael Schröter: redaktion@luzifer-amor.de
Thomas Aichhorn: thomas.aichhorn@chello.at
Tagungsbüro (Sabine Selle): symposion-psycho@charite.de

Rosenfeld-Syposium

21.04.2018 09:00

öffentlich
Veranstalter: PaIB - Psychoanalytisches Institut Berlin e.V.
Veranstaltungsort: Logenhaus Berlin
Emser Str. 12-13
10719 Berlin
Deutschland
>> Webseite
ReferentInnen: Angela Rosenfeld, Klaus Wilde, Johann-Georg Reicheneder, Karin Zienert-Eilts, Claudia Frank, Ralf Scheuern, Carolin Haas, Nils Töpfer, Wolfgang Hegener.

 

Der politische Fallout des Iran-Deal. Diskussionsveranstaltung mit Micha Brumlik und Stephan Grigat

04.05.2018 20:00

öffentlich
Veranstalter: krIPU BERLIN
Veranstaltungsort: Institute of Psychoanalysis
Hörsaal 1, (Haus 2), 3. Etage
Stromstraße 2
10555 Berlin
Deutschland
>> Webseite
Liebe Freundinnen und Freunde der krIPU,

Unsere Veranstaltungsreihe „Wiederholungszwang? Psychoanalyse im Angesicht der Barbarei“ schließt mit einer Diskussion mit Micha Brumlik und Stephan Grigat zum Thema:

Der politische Fallout des Iran-Deal.

Stephan Grigat:
„Das Wiener Abkommen mit dem iranischen Regime hat das Atomprogramm der Ajatollahs nicht beendet, sondern auf Dauer institutionalisiert und den Machthabern in Teheran zahlreiche Optionen für die Zukunft eröffnet. Im Schatten der Atomverhandlungen haben die Revolutionsgarden ihren Einfluss in zahlreichen arabischen Ländern massiv ausgebaut und das Regime erhält nun hunderte Milliarden zur Fortsetzung seiner Politik und zum Ausbau seines Atom- und Raketenprogramms. Die innenpolitische Situation hat sich durch den vermeintlich „moderaten“ Rohani nicht verbessert, sondern deutlich verschlimmert. Die Vernichtungsdrohungen gegen Israel gehören auch nach dem Abkommen zum Standardrepertoire des iranischen Regimes, das es zudem geschafft hat, von weiten Teilen des Westen als „Stabilitätsfaktor“ in der Region akzeptiert zu werden. Zu fragen ist, wie es dazu kommen konnte, welche Alternativen zur westlichen Iran-Politik der letzten Jahre bestehen und was die Entwicklungen der letzten Jahre für Israel bedeuten.“

Stephan Grigat ist Gastprofessor für Israel Studies am Moses Mendlssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien der Universität Potsdam/Zentrum Jüdische Studien Berlin Brandenburg und Lehrbeauftragter an der Universität Wien.
Zuletzt hat er das Buch „Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung“ veröffentlicht (Konkret Verlag 2014).

Micha Brumlik:
„Die iranische Regierung und die sie tragenden gesellschaftlichen Gruppen im Iran ist in weiten Teilen noch immer von der Wunschvorstellung durchdrungen, den jüdischen Staat Israel von der Landkarte verschwinden zu lassen. Jüdinnen und Juden mußten seit Hitlers mörderischen Prophezeiungen lernen, daß solche Wunschvorstellungen unter Umständen auch umgesetzt werden – davon zeugen sechs Millionen Tote der Shoah. Niemand weiss, ob und was die iranischen Juden- und Israelfeinde wirklich wollen und können – die Lage ist ungewiß. Es mag sein, daß der Vertrag mit dem Iran über die Nonproliferation nuklearen Materials und die Kontrolle der iranischen Atomindustrie effektiv ist und zu einer allmählichen Liberalisierung und damit einem Nachlassen des Israelhasse führt – das weiss niemand zuverlässig. Freilich ist auch das Gegenteil möglich: daß es dem Iran doch gelingt, dann eben in zehn Jahren Vernichtungskapazitäten gegenüber dem Staat Israel aufzubauen. Auf jeden Fall wird es gegenwärtig und in nächster Zeit darauf ankommen, den Iran öffentlich zu stellen, die Mitglieder seiner Zivilgesellschaft mit dem paranoiden Israelhass seiner Regierung zu konfrontieren und so evtl. zu einer allmählichen Umorientierung beizutragen“

Micha Brumlik ist Erziehungswissenschaftler und Publizist, Mit-Herausgeber der Blätter für internationale Politik sowie von Babylon – Beiträge zur jüdischen Gegenwart. Von 2000-2005 war er Leiter des Fritz Bauer Instituts. Gegenwärtig hat Micha Brumlik die Franz-Rosenzweig-Gastprofessur in Kassel inne.

Veröffentlichungen (Auswahl):
Kein Weg als Deutscher und Jude. Eine bundesrepublikanische Erfahrung, Luchterhand, München 1996, Deutscher Geist und Judenhass. Das Verhältnis des philosophischen Idealismus zum Judentum, Luchterhand (sl 2028), München 2000., Vernunft und Offenbarung, Philo, Berlin / Wien 2001, C. G. Jung zur Einführung, Junius, Hamburg 2004 (Neufassung), Sigmund Freud. Der Denker des 20. Jahrhunderts, Beltz, Weinheim 2006, Kritik des Zionismus, Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2007, Wann, wenn nicht jetzt?: Versuch über die Gegenwart des Judentums, Leipzig 2015

Die Ergründung der Oberfläche. Karl Kraus und das Unbehagen an der Sprachkritik. Vortrag und Diskussion mit Magnus Klaue

27.05.2018 20:00

öffentlich
Veranstalter: krIPU BERLIN
Veranstaltungsort: International Psychoanalytic University
Hörsaal 1,(Haus 2), 3.Etage
Stromstraße 2
10555 Berlin
Deutschland
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Liebe Freundinnen und Freunde der krIPU,

Unsere neue Veranstaltungsreihe „Kritik der Kritik“ beginnt mit einem Vortrag von Dr. Magnus Klaue:

Die Ergründung der Oberfläche. Karl Kraus und das Unbehagen an der Sprachkritik.

„Sprachkritik“ im Zeichen der Postmoderne meint die willkürliche und erfahrungslose Verstümmelung sprachlichen Ausdrucks nach Maßgabe vorweg erlassener Dekrete über die Beschaffenheit der Wirklichkeit und damit das Gegenteil dessen, was unter diesem Begriff in der Hochzeit der Moderne, exemplarisch im Werk von Karl Kraus, gefasst worden ist. Diesen Unterschied wird der Vortrag an einem Sujet entfalten, vor dem Kraus sich in den Augen gendersensibler Sprachkritiker als hoffnungsloser Reaktionär blamiert, an der Frauenbewegung. Während in Kraus‘ harschen Urteilen über den weiblichen Geschlechtscharakter und die feministischen Bewegungen seiner Zeit, gerade weil bei ihm Sprache nie als Transportmittel bornierten Ressentiments fungiert, sondern als Ausdrucksform des Gedankens, Aspekte des Umschlags von Aufkärung in Regression vorausgeahnt sind, der in der späteren Frauenbewegung tatsächlich stattgefunden hat, fetischisert die gendersensible „Sprachkritik“ die regressiven Tendenzen des Feminismus, ohne dessen widersprüchliche Verfasstheit, die bei Kraus ins Bewusstsein gehoben wird, in den Blick zu nehmen. Dem entspricht das Zusammenschrumpfen von Sprache zum Herrschaftsinstrument, die die Wirklichkeit zum Schein entmündigt, während Sprachkritik bei Kraus auf Erfahrung und Deutung jenes Scheins, auf Ergründung des offen zu Tage Liegenden und daher Unbefragten zielte.

The Pipe Child (Arbeitstitel)

28.09.2018 20:00

öffentlich
Veranstalter: PaIB - Psychoanalytisches Institut Berlin e.V.
Veranstaltungsort: Raum 1
Goerzallee 5
12207 Berlin
Deutschland
>> Webseite
Joshua Durban, Tel Aviv

(Vortrag in englischer Sprache, deutsche Übersetzung liegt vor)

The Pipe Child (Arbeitstitel)

28.09.2018 20:00

öffentlich
Veranstalter: PaIB - Psychoanalytisches Institut Berlin e.V.
Veranstaltungsort: IfP
Goerzallee 5
12207 Berlin
Deutschland
>> Webseite

The Pipe Child (Arbeitstitel)
 
Joshua Durban, Tel Aviv

(Vortrag in englischer Sprache, deutsche Übersetzung liegt vor)

Klinischer Vortrag aus kleinianischer Sicht

09.11.2018 20:30

öffentlich
Veranstalter: Psychoanalytisches Institut Berlin e.V.
Veranstaltungsort: IfP - Raum 1
Goerzallee 5
12207 Berlin
Deutschland
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Klinischer Vortrag aus kleinianischer Sicht
 

Wilhelm Skogstad, London

- in deutscher Sprache -

Kommunikation und Identität in Social Media

12.12.2018 19:00

öffentlich
Veranstalter: SFU - Sigmund Freud Privatuniversität Berlin
Veranstaltungsort: SFU - Sigmund Freud Privatuniversität Berlin

Berlin
Deutschland
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Vortrag von Dr. Maria Schreiber (Wien): I bims.

Ein Großteil unserer alltäglichen Kommunikation findet mittlerweile durch und in Social Media statt. Zu Beginn der 2000er Jahre war mit dem Internet die Vorstellung eines virtuellen Cyberspace verbunden, in dem man ‚geheime‘ oder auch ‚wahre‘ Identitäten ausleben kann. Mittlerweile sind Offline- und Online-Kommunikation immer mehr voneinander durchdrungen, auch durch mobile, vernetzte Geräte wie das Smartphone. Viele UserInnen sind mehr oder weniger gleichzeitig auf verschiedenen Kanälen präsent: Als seriöse Bewerberin auf Xing, als hipper Kaffeejunkie auf Instagram, als besorgte Enkelin auf WhatsApp oder als witzereißender Kumpel auf Snapchat. Die Art und Weise, wie wir auf Social Media kommunizieren und uns präsentieren, ist eng mit den jeweiligen Apps und Plattformen, deren technischen Strukturen und Interfaces verbunden. Sind wir also viele oder eher die Summe einzelner Teile? Müssen wir Identitäten neu denken oder gehören unsere Persönlichkeiten sowieso schon Marc Zuckerberg?

Maria Schreiber, Mag. studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien und Berlin. Von 2013 bis 2017 war sie Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen des interdisziplinären DOC-team-Projekts „Bildpraktiken“ an der Universität Wien und promovierte zu „Digitale Bildpraktiken. Handlungsdimensionen visueller vernetzter Kommunikation“. Forschungsaufenthalte an der Universität Potsdam und der RMIT University Melbourne. Kontakt: maria.schreiber@univie.ac.at // http://bildpraktiken.wordpress.com



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