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Wien, 22.05.2018, 11:44   DEUTSCH / ENGLISH




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Kalender

Diese Rubrik kann von Universitäten, psychoanalytischen Vereinen, Verlagen, Auktionshäusern und Museen genützt werden, um auf ihre Psychoanalyse relevantes Programm aufmerksam zu machen. So soll es für unsere internationalen User schneller möglich sein, zu erfahren, wann und wo der nächste Kongress, die nächste Tagung, Versteigerung oder Buchpräsentation stattfindet. 

Falls wir Ihr Interesse wecken konnten, für weitere Informationen bitte Email an: kalender@derwienerpsychoanalytiker.at



Freud/Lynch: Behind the Curtain

26.05.2018 09:00 - 27.05.2018 17:00

öffentlich
Veranstalter: Freud Museum London
Veranstaltungsort: Freud Museum London
20 Maresfield Gardens
NW3 5SX London
Vereinigte Königreich
>> Webseite

ENGLISCH

A 2-day conference exploring the cinema of David Lynch through a psychoanalytic lens.
The films of David Lynch are sometimes said to be unintelligible. They confront us with strange dreamscapes populated with bizarre characters, obscure symbols and an infuriating lack of narrative consistency. Yet despite their opacity, they hold us transfixed.

Lynch, who once told an interviewer “I love dream logic,” would surely agree with Sigmund Freud’s famous claim that “before the problem of the creative artist, psychoanalysis must lay down its arms.” But what else do the two agree on?

Freud/Lynch: Behind the Curtain takes as its point of departure that Lynch’s work is not so much unintelligible as ‘uncanny,’ revealing what Todd McGowan has termed “the bizarre nature of normality” – and the everydayness of what we take to be strange.

This conference invites psychoanalysts, scholars and cinephiles to reflect on these Lynchian enigmas. What do we mean by ‘Lynchian’? Beyond the apparent incoherence of his films, are there hidden logics at play? Are Lynch and Freud in alignment? And what light can psychoanalysis shed on the Lynchian uncanny?

Die Ergründung der Oberfläche. Karl Kraus und das Unbehagen an der Sprachkritik. Vortrag und Diskussion mit Magnus Klaue

27.05.2018 20:00

öffentlich
Veranstalter: krIPU BERLIN
Veranstaltungsort: International Psychoanalytic University
Hörsaal 1,(Haus 2), 3.Etage
Stromstraße 2
10555 Berlin
Deutschland
>> Webseite
Liebe Freundinnen und Freunde der krIPU,

Unsere neue Veranstaltungsreihe „Kritik der Kritik“ beginnt mit einem Vortrag von Dr. Magnus Klaue:

Die Ergründung der Oberfläche. Karl Kraus und das Unbehagen an der Sprachkritik.

„Sprachkritik“ im Zeichen der Postmoderne meint die willkürliche und erfahrungslose Verstümmelung sprachlichen Ausdrucks nach Maßgabe vorweg erlassener Dekrete über die Beschaffenheit der Wirklichkeit und damit das Gegenteil dessen, was unter diesem Begriff in der Hochzeit der Moderne, exemplarisch im Werk von Karl Kraus, gefasst worden ist. Diesen Unterschied wird der Vortrag an einem Sujet entfalten, vor dem Kraus sich in den Augen gendersensibler Sprachkritiker als hoffnungsloser Reaktionär blamiert, an der Frauenbewegung. Während in Kraus‘ harschen Urteilen über den weiblichen Geschlechtscharakter und die feministischen Bewegungen seiner Zeit, gerade weil bei ihm Sprache nie als Transportmittel bornierten Ressentiments fungiert, sondern als Ausdrucksform des Gedankens, Aspekte des Umschlags von Aufkärung in Regression vorausgeahnt sind, der in der späteren Frauenbewegung tatsächlich stattgefunden hat, fetischisert die gendersensible „Sprachkritik“ die regressiven Tendenzen des Feminismus, ohne dessen widersprüchliche Verfasstheit, die bei Kraus ins Bewusstsein gehoben wird, in den Blick zu nehmen. Dem entspricht das Zusammenschrumpfen von Sprache zum Herrschaftsinstrument, die die Wirklichkeit zum Schein entmündigt, während Sprachkritik bei Kraus auf Erfahrung und Deutung jenes Scheins, auf Ergründung des offen zu Tage Liegenden und daher Unbefragten zielte.



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