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Wien, 24.07.2016, 22:23   DEUTSCH / ENGLISH




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Leitartikel

Die Frage Technik – Wege zur Intuition (Teil I)

Autor/in: Alisa Bartl

(Auch diesmal steht die Autorin unseren Usern im Forum wieder eine Woche lang für Fragen und Diskussionen zur Verfügung!)

Ferenczis Beitrag


Auf die Frage, was Psychoanalyse ist, antwortete Freud einmal: „Ein Gespräch zwischen zwei… Personen. […] Es geht nichts anderes zwischen ihnen vor, als daß sie miteinander reden" (Freud in Haynal, 2000, 11).

Es sollte sich bald herausstellen, dass diese Definition mehr als unzureichend war, vor allem in Bezug auf die Technik. „Freud hat sich leidenschaftlich für die theoretische Erforschung eingesetzt, doch die Technik, die Praxis und die einzigartige Beziehung standen nicht immer im Mittelpunkt seines Interesses“ (Haynal, 2000, 13).

André Haynal stellte in seinem Buch dar, dass es Probleme in Verbindung mit der Technik gab und diese eine doppelte Zweideutigkeit aufwiesen: „In seinen technischen Schriften stellt er Regeln auf, während er diese an anderer Stelle zu entwerten scheint und sagt, diese Regeln seien wie Brücken für >Anfänger< […] Die zweite Zweideutigkeit – scheinbar oder real – liegt bei Freud in dem Widerspruch zwischen seiner Praxis, wie sie uns durch seine Fallbeschreibungen und aus Zeugenaussagen bekannt ist, und seiner >offiziellen< Position, wie sie in seinen Schriften über die Technik erscheint" (Haynal, 2000, 1).
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Feuilleton

Schau mir nicht in die Augen, Kleines

Veranstaltung: Freud Museum LONDON: Invitation to Frequent the Shadows
Autor/in: Kai Hammermeister

Wir dürsten danach, nicht übersehen zu werden. Es soll uns ganz und heil machen, angeblickt zu werden. Vielleicht mit Bewunderung darüber, wie gut wir uns halten, wie solide wir dastehen, wie aufrecht wir davongehen. Und gleichzeitig erschrecken wir vor jedem Blick, der uns gefrieren läßt, uns auf unseren Ort fixiert, alles Leben um uns herum abgräbt und uns in eine Isolation stürzt, die die Starre des Todes ist. Gegen solchen Blick tragen wir unsere Amulette, Kleidung, Gesten, dunkle Brillen. Auf der Couch des Analytikers nicht angeschaut zu werden, befreit uns vom bösen Blick und erlaubt uns den Übergang von der Welt der Bilder zum immer freier werdenden Sprechen.

Im Konsultationszimmer von Anna Freud im Londoner Stadtteil Hampstead läuft derzeit ein Fries unter der Deckenstuckatur um den Raum. Unzählige Augenpaare von Frauen schauen herab, kein ganzes Gesicht ist zu erkennen, nur immer wieder neue Blicke. Das schmale Band ist Teil einer Installation der Londoner Photographin Bettina von Zwehl, die aus einer intensiven Beschäftigung mit dem Archiv von Anna Freud hervorgegangen ist. Behutsam, und dennoch insistierend, beiläufig, aber gesättigt mit dem Schrecken des Todes, so bringt von Zwehl das Imaginäre zurück in die Räume, in denen das Sprechen immer wieder den Triumph über die Medusa markieren soll. Wollen wir wirklich so angeschaut werden, wie es die Augenpaare unter der Decke demonstrieren? Ich würde mich am liebsten auf die Couch legen und losreden, Einspruch einlegen gegen diesen Einbruch in die geschützte, blicklose Sphäre der Analyse. Das Wort, das Wort, das Wort soll hier regieren, nicht das Auge.
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Radio

Willkommen zur ersten psychoanalytischen Radiosendung live aus Wien!
UNBEWUSST- die Lust am freien Sprechen findet jeweils am zweiten Mittwoch jeden Monat auf Radio Orange 94.0, um 20 Uhr statt!
Die Sendungen können jederzeit HIER nachgehört werden.



Rätsel

Wo. 29/2016


In welchem berühmten italienischen Café ist dieses Wandbild angebracht? 
Natürlich, weil Sigmund Freud diesen idyllischen Ort besucht hat.

Viel Glück!


Mitraten im Forum möglich...

Unbewusste Erleuchtung




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News


ONLINE!
Podcast der aktuellsten Folge unserer psychoanalytischen Radiosendung !

Grossen Dank an das Österreichische Kulturforum BUDAPEST!

Wir SUCHEN! 
mehr unter KARRIERE!
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Rarität



FREUD Meister und Freund
von Hanns Sachs, 1950
Privatverkauf: EUR 63,-
bei Interesse bitte mail an:
antiquariate@derwienerpsychoanalytiker.at

Kostbarkeit



KRIEGSKINDER
von Dorothy Burlingham und Anna Freud
(Imago Publishing Co. Ltd), 1949
Privatverkauf: EUR 48,-
bei Interesse bitte mail an: 
antiquariate@derwienerpsychoanalytiker.at

Aus der Schatztruhe



ÜBER DIE SYMBOLIK DER KOPFTROPHÄEN
von Marie Bonaparte
(Internationaler Psychoanalytischer Verlag), 1928
Privatverkauf: EUR 52,-
leider schon vergeben
bei Interesse bitte mail an:
office@derwienerpsychoanalytiker.at


IMPRESSUM © 2016 DER WIENER PSYCHOANALYTIKER OFFICE@DERWIENERPSYCHOANALYTIKER.AT COVER: ALEX JANSA KARRIERE AGB
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