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Wien, 25.08.2016, 20:22   DEUTSCH / ENGLISH




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Leitartikel der Woche

IM GESPRÄCH MIT

Autor/in: EMILIO MODENA / DWP

In unserer Interviewreihe "im Gespräch mit" stellen wir kurz die Autoren der Leitartikel vor.
Damit wollen wir unseren Usern die Möglichkeit geben, die Leitartikel auch aus einer anderen Perspektive heraus lesen zu können.



Diese Woche freuen wir uns ganz besonders Emilio Modena aus Zürich, Schweiz zu begrüßen:

Geb. 1941 in Neapel, seit 1950 in der Schweiz. Medizinstudium an der Universität Zürich, danach 5 Jahre als Allgemeinarzt tätig. Psychoanalytische Ausbildung am PSZ, Privatpraxis seit 1974, Dozent und Supervisor seit 1977, Gründung der Stiftung für Psychotherapie und Psychoanalyse 1979. Zahlreiche Veröffentlichungen zur psychoanalytischen Ausbildung, Triebtheorie und Narzissmus, Psychoanalyse und Politik (Bibliographie siehe www.psychoanalyse-stiftung.ch).



DWP: Was brachte Sie dazu sich mit der Psychoanalyse zu beschäftigen, beziehungsweise mit Freud und seinen Errungenschaften?

Emilio Modena: Es gab in meiner Adoleszenz und im frühen Erwachsenenalter zwei Motive. Auf der einen Seite die Idealisierung meines Grossvaters (stief-)väterlicherseits, Rudolf Brun, der als Neurologe, Psychoanalytiker und Ameisenforscher noch ein richtiger Privatgelehrter und eine eindrückliche Persönlichkeit war. Ich besitze noch heute sein Forschungsmikroskop. Auf der anderen Seite meine Neugier, die sich sowohl auf die Biologie, als auch auf Soziologie und Politik richtete. Ich entdeckte die Psychoanalyse als Bindeglied zwischen beiden Bereichen.
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Kalender

 

Feuilleton

Analyse der Schatten

Autor/in: Kai Hammermeister

Foucault hat der Psychoanalyse vorgeworfen, sie zerre alles ans Licht. Die Couch, auf der nichts ungesagt bleiben soll, wird damit zum Instrument einer Disziplinargesellschaft, in der niemand den Anspruch auf Verborgenes, Ungesagtes und Geheimes mehr hat. Aufklärung wird zur Durchleuchtung, Analyse zur Ausspitzelung. 

Ähnliches befürchtet der britische Psychoanalytiker Josh Cohen, der sich in dem Buch Lament mit der Photographin Bettina von Zwehl verbündet, um die Schatten zu retten. Die Belichtung des Unbewußten in der Analyse wie auch die des Films darf nicht in die Totalität der Sichtbarkeit abgleiten und damit die Privatheit zerstören. Kann also, fragt Cohen, eine Photographie die Schatten des Daseins eher beschützen als ausleuchten? Kann die Analyse Schatten zulassen? Kann etwas vom Schatten ausgesagt werden, oder muss er das Negativ der Sprache bleiben, das Negativ des Bildes?

Vier Beiträge winden sich in dem Buch Lament umeinander; zwei Texte von Cohen und zwei Photoserien von von Zwehl. Das Bildmaterial war kürzlich auch im Londoner Freud Museum zu sehen, wo die fünfzig stets anders zerrissenen Fragmente (The Sessions) des identischen Portraits eines jungen Mädchens im Treppenhaus hingen. Das Identische, so sehen wir, ist immer wieder anders, und es bleibt ewig unvollständig. Ebenso unvollständig sind die fünfzehn Silhouettenportraits von Frauen, auf deren Gesichter gerade genug Licht fällt, um sie als Individuen kenntlich werden zu lassen, aber die alle anderen Details in undurchdringlichen Schatten tauchen.
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Radio

Willkommen zur ersten psychoanalytischen Radiosendung live aus Wien!
UNBEWUSST- die Lust am freien Sprechen findet jeweils am zweiten Mittwoch jeden Monat auf Radio Orange 94.0, um 20 Uhr statt!
Die Sendungen können jederzeit HIER nachgehört werden.



Rätsel

Wo. 34/2016


Welche(r) PsychoanalytikerIn versteckt sich hier?

Viel Glück!


Mitraten im Forum möglich...

Freud Hysterie - Notizbuch




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News


Warum eine Webvisitenkarte Sinn macht!

Grossen Dank an das Österreichische Kulturforum BUDAPEST!

Wir SUCHEN! 
mehr unter KARRIERE!
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Rarität



FREUD Meister und Freund
von Hanns Sachs, 1950
Privatverkauf: EUR 63,-
bei Interesse bitte mail an:
antiquariate@derwienerpsychoanalytiker.at

Kostbarkeit



KRIEGSKINDER
von Dorothy Burlingham und Anna Freud
(Imago Publishing Co. Ltd), 1949
Privatverkauf: EUR 48,-
bei Interesse bitte mail an: 
antiquariate@derwienerpsychoanalytiker.at

Aus der Schatztruhe



ÜBER DIE SYMBOLIK DER KOPFTROPHÄEN
von Marie Bonaparte
(Internationaler Psychoanalytischer Verlag), 1928
Privatverkauf: EUR 52,-
leider schon vergeben
bei Interesse bitte mail an:
office@derwienerpsychoanalytiker.at


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